War heute morgen beim Mediamarkt um das iPad endlich mal zu betouchen. Von der Bedienung her hat micht das Teil wie erwartet begeistert. Schaut man allerdings genauer hin, scheint das Konzept einige Mängel zu haben. Was allerdings viel schlimmer ist, sind die Arbeitsbedingungen unter denen das iPad in China bei Foxconn hergestellt wird.
Das ist aber nichts Neues. Tonnen von Konsumgütern, die wir hier zu günstigen Preisen einkaufen, werden irgendwo auf dieser Welt in Billiglohnländern produziert. Oft sind sind die Menschen dort froh überhaupt Arbeit zu haben und ertragen dafür miserable Arbeitsbedingungen um zu überleben. Das alleine ist schon grenzwertig. Wenn diese Arbeitsbedingungen allerdings dazu führen, dass Arbeiter Selbstmord begehen, können westliche Auftraggeber nicht mehr wegsehen. Dann ist es höchste Zeit einzuschreiten und darauf hinzuwirken, dass so etwas nicht mehr passiert, auch wenn ein Teil des Gewinns dabei drauf geht. Das ist das mindeste was man verlangen kann. Langfristig müssen sich die reichen Länder eh etwas einfallen lassen, damit der Ausbeutungsbumerang nicht irgendwann zurück kommt und uns in die gleiche Situation bringt.
Aktuell bekommt das Wort “schleiferhaft” eine ganz neue Bedeutung.
…You give me all your love, you give me all your kisses, and then you touch my Burka and do not know who is it …
Norbert von der Seekuh hat mir mitgeteilt, dass Tini gestern nachmittag verstorben ist. Er hat den drei Jahre andauernden Kampf gegen seine Krankheit verloren.
Tini kenne ich schon seit den 70er Jahren. Er war in der Anfangszeit von High Voltage unser Mann am Mischpult. Wir haben ein paar Jahre lang eine Menge Zeit miteinander verbracht, in der alle Schattierungen des Lebens vertreten waren, von Euphorie bis Panik.
Anfang der 80er Jahre trennten sich unsere Wege weil ich aus Konstanz weggezogen bin. Ca. ein halbes Jahr vor dem Ausbruch seiner Krankheit haben wir uns dann wieder getroffen und wilderten in langen Gesprächen durch unsere Vergangenheit. Wir haben schnell unsere Gemeinsamkeiten neu entdeckt, unabhängig davon, dass beide irgendwann unterschiedliche Wege gegangen sind. Es ist schade, dass wie so oft zu wenig Zeit war um noch mehr gemeinsam zu unternehmen. Jetzt ist es zu spät.
Mit Tini hab ich einen Freund verloren, der, obwohl wir lange Zeit keinen Kontakt hatten, in meinem Gedächtnis immer als “echter Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann” geblieben ist und bleiben wird.
R.I.P. Tini
So kann man Statistiken auch präsentieren. Passt zum Thema und fördert die Aufmerksamkeit ;-)
Am 5. Dezember ist es soweit. Andy Dannenmayer steht zum letzten Mal mit den Roosters auf der Bühne. Viele Jahre, ich glaub über 13 Jahre, war Andy Sänger und Bluesharper der ältesten Boygroup in Konstanz.
Angefangen haben die Roosters als reine Instrumentalband mit ein paar Songs von den Shadows. Es hat aber nicht allzu lange gedauert, dann kam Andy als Sänger dazu und von da ab ging es mehr und mehr in Richtung Blues, Rock und Soul, auch zurückzuführen auf die Erweiterung der Band mit Bläsern.
Zurück zu Andy. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass Andy die Roosters als Frontboy stimmlich, optisch und als Entertainer maßgeblich geprägt hat. Ein herber Verlust für die Band wenn der Ausstieg von Andy von heute auf morgen erfolgt wäre. Doch Andy hat seine Entscheidung frühzeitig bekannt gegeben, und die Roosters haben die Chance für einen weichen Übergang genutzt. Es war schon fast eine Sensation als bei den Roosters plötzlich neben Andy eine Frau an der Front aufgetaucht ist. Unglaublich. Eine über Jahrzehnte gewachsene Gemeinschaft älterer Herren öffnet die Türen ihres Männerclubs und entfernen das Schild “MEN ONLY”. Das spricht für die Band. Aber so ganz wollen sie der Frau das Ruder doch nicht überlassen, denn neben ihr wird es einen neuen Sänger geben. (weiterlesen…)
Noch 7 Stunden, dann ist das Grab über Marylin Monroe vergeben. Momentan liegt das Höchstgebot bei 4.6 Mio. Dollar.
Austin Lynch, der Sohn des bekannten Regisseurs David Lynch, zieht mit einem Freund quer durch Amerika und interviewt gewöhnliche Menschen. Er geht dabei planlos im positiven Sinn vor und spricht wahllos Leute an, die ihm auf der Straße begegnen. Die Interviews dauern zwischen drei und fünf Minuten und sind auf interviewproject.davidlynch.com
als Video zu sehen. Alle drei Tage gibt es ein neues Video.
Ich versteh leider nicht alles was die Interviewten so von sich geben. Das ist aber nicht so wichtig. Wichtig ist die Atmosphäre und Stimmung, die in den Videos rüber kommt. Die sagt mehr als tausend Worte.
Der letzte Senf