Ralf Winzer, den meisten wohl bekannt als Basser bei Curare, ist einer der wenigen Konstanzer Musiker, der sich überregional in der Rock und Metalszene etablieren konnte, und der von seiner Musik lebt. Momentan spielt er hauptamtlich bei der Schweizer Deathmetal Band Requiem, die gerade eine neue Scheibe herausgebracht haben. Die Kritiken sind ausgezeichnet und im Oktober gehts auf Tour nach England.
Wer Bock hat Ralf Winzer mit Requiem Live zu sehen, kann das am 13.10. im Bad Bonn in Düdingen bevor er kurz darauf über den Kanal zu den Briten schippert.
Es ist tatsächlich wahr. Konstanzer Bands rocken auf dem Oktoberfest im eigenen Zelt. Die Idee dazu hatte Hans Fetscher, der Veranstalter des Oktoberfests. Bereits im Sommer hat Fetscher Kontakt mit dem Netzwerk “b.free” Kontakt aufgenommen um diese Idee zu verwirklichen. Warum macht Herr Fetscher nicht auch noch das Zeltfestival? Ich könnte mir vorstellen, dass er das zum Laufen bringt. Zelte hat er ja genug. Und eine Schallmauer ;-)
Alles zu seiner Zeit. Jetzt hat er erstmal der jungen Konstanzer Musikszene neue Auftrittsmöglichkeiten geschaffen. Find ich prima. Allerdings ist mir nicht klar, wie sich die beiden Konzepte miteinander vertragen. In dem einen Zelt Sex & Drugs & Rock ‘n’ Roll, im anderen Sex & Bier & Volksmusik. Wird schon irgendwie. Eine Übereinstimmung gibt es ja. [mehr beim Südkurier]
Laut Egon spielen folgende Bands im Jugendbierzelt: „Stimmbruch“, „El Fischo“, „The Smoutos“, „Oxnard Montalvo Bäänt“, „Better Than Chocolate“ und „The Puking Tomcats“.
P.S.: Ein Hinweis auf der Oktoberfesthomepage: Lieber Gast, hiermit weisen wir Sie darauf hin, dass wir Gaststätten- rechtlich angehalten sind, den Bierkonsum auf 3 Maß zu begrenzen!
Jetzt ist es endlich raus. Auch bei Rock am See wacht die Stadt über die Einhaltung des “Lärmpegels”. Da wird kein Auge zugedrückt wenn die Zeiger der Meßgeräte im roten Bereich zucken. Die Folge ist ein Rockkonzert, bei dem man sich in Höhe des Mischpults noch unterhalten kann und ein breiiger Sound.
Der breiige Sound hat aber nichts mit der Lautstärke zu tun, das liegt eher an den überbetonten Bässen, welches heutzutage Standard bei Livekonzerten ist. Die Hörgewohnheiten haben sich verändert. Der Ursprung liegt in der elektronischen Musik, die speziell mit tiefen und dominanten Bässen glänzt. Das ist dort auch problemlos aufgrund der einfachen Trennung der Frequenzen möglich und klingt auch amtlich, ist aber schlecht auf Rockmusik übertragbar. Bei Rockmusik gibt es ein echtes Drum auf der Bühne und meistens stöpselt man die Instrumente nicht direkt ins Mischpult, sondern sie werden per Mikro an den Verstärkern und am Drum abgenommen. Die Amps und das Drum erzeugen bereits auf der Bühne einen relativ undifferenzierten Klangmatsch, der dann durch das überzogene Anheben der Bässe auf der PA zu dem bekannten Brei ausartet. (weiterlesen…)
Es ist noch nicht ganz offiziell, aber es tut sich etwas. Die Kneipennachtwelle ist auf dem Weg nach Konstanz. Wahrscheinlich wird es im November ergänzend zu Jazz Downtown noch eine Kneipennacht mit ausschließlich Tributebands geben. 17 Bands in 23 Kneipen. ZZ Top, Status Quo, Metallica, Red Hot Chilli Peppers usw. Das wird sicher eine Höllennacht, bei der es in der City wuselt wie im Sommer oder an Fasnacht. Die Bordsteine werden wieder runter geklappt, die Phonmessgeräte scharf geschaltet. Konstanz zuckt noch einmal kräftig, bevor es im Nebel verschwindet. Bin gespannt.
(Auszug aus dem Konstanzer Führer 9. Auflage Jahrgang 1922) – Zum Lesen auf das Bild klicken.
Alles wiederholt sich. Bereits 1922 gab es Ärger mit dem sumpfigen Boden und es gab Gebäude , die sehr umstritten waren ;-)
Clubbing im ehemaligen Stammlokal des Polizeisportvereins.
… scheint in Konstanz nicht zu funktionieren. Während in der Bodenseemetropole das Zeltfestival aufgrund fehlender Rentabilität nicht mehr stattfindet, war der Tuttlinger Honbergsommer dieses Jahr wieder ein voller Erfolg und hat gegenüber dem Vorjahr sogar noch zugelegt (siehe Schwäbische Zeitung und Südkurier).
Konstanz dagegen mutiert im Sommer so langsam aber sicher zur Partymeile a la Ballermann. Das ist so bei Städten, die am Meer liegen.
Dieses Wochenende ging die Ausstellung 69-96 Krawall oder Kreativität? Linksalternatives Leben am Seerhein zuende. Es wurden eine Menge Dokumente und Bilder zusammentragen, die hauptsächlich die Zeit zwischen 1969 und 1980 dokumentierten. Hauptthemen waren die Hausbesetzung am Fischmarkt, der “Gammlermord” beim Hertie, und das erste und einzigste Openair Festival auf Klein Venedig 1970. Es wurden auch Zeitzeugen befragt. Die Interviews konnte man sich auf drei Macs per Video und Kopfhörer zu Gemüte führen. Eine Menge mir bekannte Leute wie Vera Hemm, Uwe Lindner, Holger Reile, Henry Eberhard, Armin Nissel und einige andere erzählten aus ihrer Sicht über die wilden 68er und die folgenden Jahre in Konstanz.
Da es hauptsächlich um politische Aktivitäten in dieser Zeit ging, war die Musikszene der 70er nur ein Randthema, tauchte aber immer wieder im Zusammenhang mit Kneipen und dem besetzten Haus am Fischmarkt auf. Schade. Es wäre sicher interessant gewesen auch diverse Musiker zu Wort kommen zu lassen. Die meisten Konstanzer Bands waren zwar nicht sonderlich politisch aktiv (außer Rotglut ;-)), haben aber sicher die 70er in Konstanz auch zu einem gewissen Teil mitgestaltet. Wir hatten sogar eine Musikerinitiative mit einem eigenen Blättle, welches kostenlos in den Kneipen verteilt wurde. Dazu im nächsten Artikel mehr.
Tja, wird Koko sagen: Wer jahrelang nur am Zeltfestival rumgemeckert hat, der soll nun schauen wo er Livemusik im Zirkuszelt herbekommt :-(
Der Meckerer sagt. Kein Problem. Beim Honbergsommer in Tuttlingen war das Programm eh schon immer besser, und jetzt gehen wir erst recht dorthin ;-)
Spaß beiseite. Ich finde es nachwievor schade, dass es in KN kein Zeltfestival mehr gibt. Die Stadt hätte gut daran getan alle Hebel in Bewegung zu setzen das ZF in Konstanz zu erhalten. Passiert ist aber nichts. Die Prio bez. Kultur liegt in Konstanz mittlerweile wo ganz anders.
Ok. Wenn Konstanz es so will, dann gehen wir nach Tuttlingen. Dort gibt es dieses Jahr vom 9.7. bis 25.7. wieder eine Menge hochkarätige Livekonzerte auf dem Honberg. Die Karte für Joe Bonamassa hab ich bereits und die für Steve Winwood wird bestellt, sobald ich den Termin frei geschaufelt habe. Und da haben wir noch Rodger Hodgson, den ehemaligen Sänger von Supertramp und BAP, die bereits ausverkauft sind. Haindling kommt auch auf den Honberg, wie auch Barock, die anscheindend beste AC/DC Tributeband Europas. Es gibt noch eine Menge weitere attraktive Konzerte wie ihr hier sehen könnt. Also auf nach Tuttlingen. Man sieht sich im Zelt ;-)
P.S.: Joe Bonamassa hat heute Geburtstag. 32 Jahre ist er jetzt alt.
Der letzte Senf