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HEIMELIG

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See- und Trinknächte

Nicht mehr lange und Konstanz feiert wieder sein Lieblingsfest, das Seenachtsfest. Kurz davor gibt es noch die Sommernächte im Stadtgarten und in Kreuzlingen fängt das TamTam am Freitag mit dem Fantastical an.

Für die Tage um das und am Seenachtsfest werden eine Menge (Cover)Bands benötigt, die es rings um die Konstanzer Bucht krachen lassen. Seit diesem Jahr ist nämlich auch in Kreuzlingen nur noch Party angesagt. Die Bluesnacht am Freitag vor dem großen Knall gibt es nicht mehr. Schade.

So viele Bühnen sind sicher ein gefundenes Fressen für Bands aus der Region, könnte man meinen. Denkste. Außer den lokalen Musikvereinen spielt keine einzige Konstanzer Band an all den Tagen. Dabei sind wir hier wirklich ganz gut bestückt.

Die Stadt ist ja gerade dabei nach dem Horror von Duisburg die Sicherheitsmaßnahmen nochmal zu überprüfen. Vielleicht könnte man die Situation des Seenachtsfests entspannen, wenn man das Ganze musikalisch völlig neu ausrichtet. Statt Mitgröhlmusik Blues, Jazz, Folk, Salsa, Klassik usw. Dies nicht nur in den Zonen am See, sondern in der ganzen Stadt. Eine Riesenparty mit interessanter und vielseitiger Musik. Mehr Qualität wie Quantität. Das wäre etwas nach meinem Geschmack und ich denke es könnte funktionieren. Die Stadt hätte bereits vor Jahren, als sie das Seenachtsfest wegen den vielen Problemen aufgeben wollte, den Spieß umdrehen und das Konzept komplett ändern sollen.

Dieser Tage jagt in Konstanz ein Volksfest das andere.  Ich denke, die Fans von solchen Festen sind im Sommer und September/Oktober in KN gut bedient.  Da wäre doch so ein neu ausgerichtetes Seenachtsfest eine willkommene Abwechslung für den Rest der Bevölkerung. Ich glaube, ich  wende mich mal an die Stadt und mach einen Vorschlag. Bei der Bückleinkunstalkshow hat man mir glaubhaft versichert das was geht, wenn man dort die richtigen Leute anspricht. Jetzt muss ich nur noch die Zeit dafür finden ;-)

Der Lenz war da

Jakob Michael Reinhold Lenz, verkannter Schriftsteller und Zeitgenosse von Goethe, kehrt psychisch schwerkrank im Juli 1779 nach 11 Jahren in seine Heimat Riga zu seinem Vater zurück. Er ist am Ende und bittet ihn um Hilfe.  Sein Vater hat sich aber längst von ihm gelöst, ist gerade dabei neu zu heiraten und will nicht mit ihm reden. Lenz beginnt zu monologisieren.

Diesen Monolog konnte man gestern Live im Palmenhaus verfolgen, musikalisch begleitet vom einem Cello.

Gleich vorweg. Ich fand den Abend genial obwohl ich nicht erwartet hatte, dass mich 80 Minuten Monolog so mitreißen können. Bernd Wengert hat den paranoid schizophrenen Lenz sehr authentisch rüber gebracht. Schnell enstand eine knisternde Atmosphäre, die zwischen Manie, Depression, Euphorie und Resignation hin und her schwankte. Wengert konnte die Situation von Lenz nicht nur verbal nachempfinden, auch sein Körper sprach deutlich von Verzweiflung, Angst und Wut. Auch wenn seine Präsenz allein schön genügt hätte um das Publikum in die Lage von Lenz zu versetzen,  so richtig plastisch wurden die Szenen erst durch die Cellistin und Schauspielerin Birgit Förstner. Ihr ausgezeichnetes Cellospiel betonte gekonnt jede Gemütslage von Lenz.  Mal war es fröhlich, als Lenz strahlend von seinen Reisen berichtet, mal nervig sägend, als er von seinem Sprung aus dem Fenster erzählt.

Ein gelungener Abend, dessen zum Stück passende Stimmung noch durch den auf das Gewächshaus prasselnde Regen verstärkt wurde. Einzig das freudige Trällern der Palmenhausamsel sorgte ab und an für willkommene Ablenkung vom Drama ;-)

Gerüchten zufolge soll es Mitte Oktober zu einer weiteren Aufführung mit Bernd Wengert kommen. Mit dabei ein Rocktrio aus Konstanz. Bin mal gespannt ;-)

Culture Club Constance

Mehr als 1.5 Millionen Euro hat der Konzerthausflop dem Steuerzahler gekostet.  Eine Menge kulturelle Einrichtungen hätte man mit diesem Geld unterstützen können.
Vorbei. 3 Millionen Maultaschen im Eimer.  Konsequenzen hat das in dem Fall keine.
Nein, ich reg mich nicht auf. Auch nicht über die Haushaltssperre. Das konnte doch keiner ahnen…

[Südkurier]

Sciencefiction?

Update 21.3.10. 18:39 Uhr: Keine Sciencefiction !!!!! Quorum wurde erreicht. KKH auf KV ist  vom Tisch.

Klein Venedig. Nachdem das Konzerthaus dort nicht gebaut wurde, veranlasste die Stadt eine komplette Begrünung des Areals mit Spielplätzen, Freiluftbühnen und Hochseilgarten. Quelle: Perry Rhodan – Die Rückkehr der Vernunft


Einen Tag vor dem Bürgerentscheid. Das letzte Fest der Bürger, die sich gegen das Konzerthaus erfolgreich gewehrt hatten. Die Zeltburg blieb zum Andenken noch 3 Jahre dort stehen. Quelle: Perry Rhodan – Die Landung der weißen Zelte


Folk Cow, die Band mit Männern in Frauenkleidern und Frauen in Hosen zeigte, dass es möglich ist auch ohne Strom und großem Konzertsaal auf Klein Venedig Kultur zu praktizieren. Quelle: wils

Konstanzer Musiker gegen das Konzerthaus

Konzerthaus könnte Proberäume plätten

Bild: Hanser/Südkurier. Musiker vor den Proberäumen am Lagocenter.

Wie ich bereits im Februar 2008 berichtet habe, darf die Stadt die Proberäume hinter dem Lagocenter platt machen, wenn das Grundstück für andere Zwecke (z.B. im Umfeld des Konstanzer Konzerthauses) benötigt wird, und muss keinen Ersatz für die Mieter bereit stellen.  Dies steht im Mietvertrag, den alle Mieter unterzeichnet haben nach dem Motto, lieber einen temporären Proberaum wie keinen.

Das ist wieder so ein Punkt warum ich das Konzerthaus in der geplanten Form ablehne. Ich hab das Gefühl, dass die Konstanzer Kultur mit zweierlei Mass gemessen wird. Für Konstanzer Bands wird ein billiges Provisorium errichtet, dass jederzeit ersatzlos zerstört werden kann, und für die Haute Kultur baut man ein teures Konzerthaus ohne mit der Wimper zu zucken. Nur ein Bruchteil der Investitionssumme würde genügen um Konstanzer Musikern ein vernünftiges Probezentrum zur Verfügung zu stellen, bei dem durch die Mieteinnahmen alle laufenden Kosten gedeckt wären.

Konzerthaus nimmt Formen an

Der Gemeinderat hat gestern mehrheitlich einem Entwurf zum Konzerthaus zugestimmt. Am 21.3. sollen die Bürger über die goldene Schuhschachtel entscheiden, die sich auf Klein Venedig bestens in die klaren Strukturen von geraden Linien, angeordnet im modernen 90 Grad Winkel, einfügt. Unklar ist noch, wie man das Gebäude zum kurvigen Bodensee bündig platziert.

Genauso gradlinig wie der Entwurf ist die Formulierung des Bürgerentscheids. Wenn du das KH nicht so willst wie es projektiert ist, dann gibt es halt keines.

Konstanz ruhe sanft

Während der Gemeinderat geheime Sitzungen wegen dem Konzerthaus macht, ist das Bürgeramt nachwievor damit beschäftigt den Lärm in der Stadt zu beseitigen. Das Voglhaus hatte während der ersten Konstanzer Kneipennacht volle Hütte. Keiner kam mehr rein und so geschah es, dass sich eine Menge Leute mitten im November nach 22:00 Uhr noch draussen vor dem Cafe aufhielten. Es gab Beschwerden wegen dem Lärm. Teilweise wurden sogar Getränke gesichtet.  Bewirtung im Freien nach 22:00 Uhr ist verboten sagt das Gesetz.  Jetzt frag ich mich, wie man die Herkunft eines Getränkes feststellen kann, wo es heutzutage doch üblich ist mit einer Flasche in der Hand durch die Stadt zu ziehen. Das gleiche Prozedere übrigens beim ARAN. So um die 30 bis 40 Leute stehen auf der Straße und schauen sich die Band von dort an, weil es drinnen voll ist. Da hat sich wohl niemand beschwert obwohl ein Stockwerk drüber ein Altenstift ist.

Liebes Bürgerbüro. Es war Kneipennacht. Da sind mehr als 2000 Leute unterwegs. Da muss man damit rechnen, dass Leute auf der Straße stehen bleiben, an der Flasche nuckeln, sich unterhalten und durch Fenster glotzen. Manche gehen zum Auslüften mit ihrem Getränk sogar mal kurz an die frische Luft. Genau das sagt man denen, die sich beschweren und gut ist.  Beim Weinfest, Seenachtsfest, Fasnacht usw. kräht doch auch kein Hahn nach der Sperrzeit.

[Südkurier]

Badenzer und Schwoaba

S’ goat dagege ;-)

Das schönste Land in Deutschlands Gau’n,
das ist mein Badner Land.
Es ist so herrlich anzuschaun
und ruht in Gottes Hand.

D’rum grüß ich dich mein Badnerland,
du edle Perl’ im deutschen Land, deutschen Land.
frisch auf, frisch auf; frisch auf, frisch auf;
frisch auf, frisch auf mein Badnerland.

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Kunstpark Süd – Ein neuer Veranstaltungsort für Kunst und Kultur in Konstanz

kunstparkDirekt gegenüber von Nycomed, neben dem Autohaus Oehri, eröffnet demnächst der Kunstpark Süd. Auf dem 2500 qm großen Areal sollen Konzerte, Partys, Kunstaustellungen, Hochzeiten, Firmenevents usw. stattfinden.

Das Konzept basiert auf  Vermietung der Räumlichkeiten, optional mit Ton-, Lichttechnik, Catering, Service- und Sicherheitspersonal.

Beim Thema Vermietung denke ich sofort an die Blechnerei. Eine Location, die ebenfalls für Veranstaltungen aller Art offen war und ist, die aber sehr schnell zum Partybunker mutierte.  Das ist für die Mieter/Veranstalter lukrativer und weniger aufwendig wie Konzerte.

Warten wir ab, wie sich der Kunstpark Süd entwickelt.  Ich glaube aber nicht, dass Rockmusik in einem Kunstpark eine große Rolle spielen wird.

[Dornröschen]