Bild: Hanser/Südkurier. Musiker vor den Proberäumen am Lagocenter.
Wie ich bereits im Februar 2008 berichtet habe, darf die Stadt die Proberäume hinter dem Lagocenter platt machen, wenn das Grundstück für andere Zwecke (z.B. im Umfeld des Konstanzer Konzerthauses) benötigt wird, und muss keinen Ersatz für die Mieter bereit stellen. Dies steht im Mietvertrag, den alle Mieter unterzeichnet haben nach dem Motto, lieber einen temporären Proberaum wie keinen.
Das ist wieder so ein Punkt warum ich das Konzerthaus in der geplanten Form ablehne. Ich hab das Gefühl, dass die Konstanzer Kultur mit zweierlei Mass gemessen wird. Für Konstanzer Bands wird ein billiges Provisorium errichtet, dass jederzeit ersatzlos zerstört werden kann, und für die Haute Kultur baut man ein teures Konzerthaus ohne mit der Wimper zu zucken. Nur ein Bruchteil der Investitionssumme würde genügen um Konstanzer Musikern ein vernünftiges Probezentrum zur Verfügung zu stellen, bei dem durch die Mieteinnahmen alle laufenden Kosten gedeckt wären.


Richtigstellung für unseren OB, der auch diese Seiten liest: die Überschrift ist wirklich nicht korrekt, der Inhalt des Textes stimmt jedoch. Die Proberäume werden durch den Erweiterungsbau des Lago-Parkhauses geplättet, Ersatz gibt es vorerst keinen und für die sog. Hohe Kultur werden Millionen ausgegeben, während die vielen kleinen Musik- und Kulturschaffenden um jeden Pfennig betteln müssen. Ist doch so!