Am 5. Dezember ist es soweit. Andy Dannenmayer steht zum letzten Mal mit den Roosters auf der Bühne. Viele Jahre, ich glaub über 13 Jahre, war Andy Sänger und Bluesharper der ältesten Boygroup in Konstanz.
Angefangen haben die Roosters als reine Instrumentalband mit ein paar Songs von den Shadows. Es hat aber nicht allzu lange gedauert, dann kam Andy als Sänger dazu und von da ab ging es mehr und mehr in Richtung Blues, Rock und Soul, auch zurückzuführen auf die Erweiterung der Band mit Bläsern.
Zurück zu Andy. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass Andy die Roosters als Frontboy stimmlich, optisch und als Entertainer maßgeblich geprägt hat. Ein herber Verlust für die Band wenn der Ausstieg von Andy von heute auf morgen erfolgt wäre. Doch Andy hat seine Entscheidung frühzeitig bekannt gegeben, und die Roosters haben die Chance für einen weichen Übergang genutzt. Es war schon fast eine Sensation als bei den Roosters plötzlich neben Andy eine Frau an der Front aufgetaucht ist. Unglaublich. Eine über Jahrzehnte gewachsene Gemeinschaft älterer Herren öffnet die Türen ihres Männerclubs und entfernen das Schild “MEN ONLY”. Das spricht für die Band. Aber so ganz wollen sie der Frau das Ruder doch nicht überlassen, denn neben ihr wird es einen neuen Sänger geben.
Genug geflachst über die Roosters. Das sind alles sehr angenehme Zeitgenossen, wie ich in den 3 Monaten als Aushilfsgitarrist erleben konnte. Eine Gemeinschaft älterer Herren sind die Roosters auch schon länger nicht mehr. Zwei, oder sogar drei der 9 Musiker(innen), sind wesentlich jünger als die Gründer und sorgen dafür das die Setlist keine Spinnweben ansetzt. Sie sind jetzt zwar keine Boygroup mehr, aber das hat auch seine Vorteile. Die Proben laufen sicherlich viel gesitteter ab ;-)
Ich bin mir sicher die Roosters werden sich mit den 2 Sänger(innen) problemlos ein neues Image erarbeiten, und Andy hat nun mehr Zeit sich noch intensiver seiner musikalischen Liebe, dem traditionellen Blues, zu widmen.
Wir sehen uns am 5.12. im Shamrock.


Hallo Klaus
Sehr schöner Artikel. Treffender kann man es nicht ausdrücken.
Danke